Bunte Maskenaktion

Bunte Maskenaktion Planet Bamboo

Selbstgenähte Masken – ein buntes Signal der Solidarität

Stuttgart 22.Mai 2020

Stuttgart: Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern ist katastrophal und die Angst vor einer Ansteckung mit Corona ist auch bei den Geflüchteten groß. just human e.V., eine Stuttgarter Menschenrechtsorganisation, unterstützt Geflüchtete in Griechenland ganz direkt und in Kooperation mit Partnerorganisationen, um die aktuelle Not zu lindern.  Gleichzeitig setzt sich der Verein dafür ein, alle Geflüchteten von Lesbos und anderen griechischen Inseln zu evakuieren und menschenwürdige Lebensbedingungen zu sichern. Gemeinsam mit der Seebrücke Stuttgart hat just human erreicht, dass Stuttgart sich zum „Sicheren Hafen“ erklärt.

Im April starteten just human e.V. und das Stuttgarter Unternehmen Planet Bamboo GmbH eine besondere Aktion der Solidarität mit Geflüchteten während der Corona-Pandemie. Elka Edelkott, Vorstandsvorsitzende von just human: „Immer wieder erleben wir kleine Wunder: Mitte März erreichte uns der Hilferuf einer Partnerorganisation: ‚Wir brauchen dringend Schutz-Masken für Geflüchtete!‘ “ Schon am nächsten Tag kam eine E-Mail von Lea Müller-Schanz, Marketingleiterin der Planet Bamboo GmbH: „Ich möchte Kreative, die wie ich im Homeoffice sind oder Kurzarbeit haben, dazu aufrufen Mund- Nasen Masken (…) zu nähen und diese dann zu spenden.“[/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““ up=“20″ down=“0″][vc_column_text]Die Resonanz war groß: Einzelne Näher*innen und Nähgruppen aus Rastatt, Stuttgart, Köln, Mannheim, Offenbach und dem bayrischen Vohenstrauß haben wunderschöne, selbstgenähte  Masken für Menschen im Lager Moria auf Lesbos und LGBT-Geflüchtete in Athen gefertigt. Hunderte von Masken sind auf dem Weg nach Griechenland oder schon dort angekommen. Über Partnerorganisationen von just human e.V. auf Lesbos und auf dem griechischen Festland werden die selbstgenähten Masken dort sofort an Geflüchtete weitergegeben.[/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““ up=“20″ down=“0″][vc_column_text]Die Freude über die Unterstützung ist groß. Elka Edelkott: „Die selbstgenähten Masken sind nicht nur ein kleiner Schutz vor Ansteckung, sie sind vor allem ein großes Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten. Diese Solidarität wird wahrgenommen und macht Mut in einer verzweifelten Situation.“

Weitere Solidarität ist wichtig. just  human e.V. organisiert Lebensmitteleinkäufe mit Verteilung an Frauen, Kinder und unbegleitete Minderjährige in Moria. Vor allem aber unterstützt der Verein geflüchtete Frauen mit Kindern und LGBT-Geflüchtete ganz direkt, damit sie Lebensmittel, Medikamente und alles, was sie dringend brauchen, kaufen können. Diese Woche hat uns eine schwangere Frau geschrieben, die vor der Gewalt in der DR Kongo geflohen ist und jetzt auf sich gestellt in Athen lebt. Sie bittet dringend um Lebensmittel. Um ihr und vielen anderen helfen zu können, bittet

just human e.V. um Unterstützung!

Spendenkonto: IBAN: DE45 6012 0500 0007 7692 00

BIC: BFSWDE33STG

Ihre Ansprechpartnerin: Katja Walterscheid, kontakt@just-human.de, 0176-72154483

Der Verein“ just human – Menschlichkeit grenzenlos“ unterstützt Menschen auf der Flucht, setzt sich für Menschenrechte weltweit ein und engagiert sich gegen Fluchtursachen.

Foto: Geflüchtete Frauen in Athen mit den selbstgenähten Masken.

News aus Moria

Stuttgart, 02. Juni 2020

Liebe Leser*innen,

aus einer Idee ist eine überwältigende Aktion geworden: Hunderte von Masken haben den Weg nach Lesbos und Athen gefunden und dort große Begeisterung ausgelöst![/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““ up=“20″ down=“0″][vc_column_text]Immer wieder melden sich noch neue Näherinnen und Näher, die mitmachen wollen. Auf Lesbos haben wir die Masken zum einen in ein Mutter-Kind-Schutzhaus geschickt und zum anderen an die Organisation Starfish.

Starfish hat während der Corona-Pandemie die Aktion #safehand gestartet: Da es im Lager Moria kaum Gelegenheit gibt, die Hygienerichtlinien, COVID-19 betreffend, zu befolgen, betreibt Starfish Händewasch-Stationen (siehe auch Fotos). Dort werden nun auch unsere Masken ausgegeben und – ganz wichtig – wieder eingesammelt und gewaschen. Melinda McRostie von Starfish schreibt:

„Our #safehand project continues. One of the weak spots in keeping Moria COVID-19 free that we recognized is the local workers of the camp arrive and do not wash their hands. Starfish is in the process of trying to get permission to be able to have check point where all worker must pass and have their temperature taken and be obligated to wash their hands. Masks have been acquired and we are working closely with other organization to give all residents the opportunity of cleaning them. Drop off and replacing points will be at the hand washing stations. They will be carefully collected and washed by Aid4All and returned to us. We have finished our budget for our first month which was up a while ago and the cost was almost 14.000 euro which includes the staff
that we need, project manager, and two drivers. We do have 40 volunteers.“Die Masken-Waschaktion kostet also viel Geld – und deshalb fragen wir Euch an, ob Ihr für das Waschen der Masken Geldspenden sammeln könntet. Wenn die Spenden mit dem Stichwort „Masken-Moria“ an uns überwiesen werden, können wir sie zu 100 % an das Projekt von Starfish und deren Partnerorganisationen weiterleiten und Ihr bekommt eine Spendenbescheinigung von just human.

Spenden sind möglich unter:

Just Human e.V.

oder über unser

Spendenkonto:

just human

IBAN: DE45 6012 0500 0007 7692 00

BIC: BFSWDE33STG

Es wäre toll, wenn wir zusätzlich zu den Masken auch noch einen Beitrag zur sachgemäßen und hygienischen Verwendung leisten könnten.

Fotos: Geflüchtete und Einsatzkräfte in Moria // Starfish Foundation

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